Place BANNIO ANZINO (VB)
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Wallfahrtskirche Sant'Antonio ad Anzino

Anzino ist ein Dorf des Anzasca-Tals eines Seitentals der Val d'Ossola, in der Provinz Verbania.
In diesem Dorf befindet sich eine der wichtigsten Wallfahrtsstätten des Bistums Novara, das dem Kult des hl. Antonius von Padua gewidmet ist, an dessen Name das Dorf auch seit über dreihundert Jahren gebunden ist. Die Kirchengemeinde Anzino wurde vom Bischof von Novara Mons. Antonio Tornelli eingerichtet, mit einem eigenen Dekret vom 26. Juli 1640, wo Anzino von der Gemeinde Bannio, dem zu jener Zeit wichtigsten Zentrum des Tals, getrennt wurde. Anschließend wurde das (schon im Konzil des Bischofs Mons. Cesare Speciano am 15. Mai 1590 aufgeführte) Oratorium S. Bernardo da Mentone zur Pfarrkirche und nach demselben Heiligen wurde die Kirchengemeinde benannte. Das ursprünglich nach Osten ausgerichtet Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert und 1677 wurde ein Kirchturm hinzugefügt. 1801 wurde es nochmals erweitert und 1802 mit Gemälden von Defendente Peracino (einem Neffen des berühmten Malers Lorenzo Peracino) geschmückt, 1851 restauriert, 1881 abermals erweitert und 1885 neu dekoriert. Am l. Oktober 1855 wurde sie vom Bischof von Novara Mons. Giacomo Filippo Gentile geweiht. Portikus und Vorplatz der Kirche wurde im Jahr 1802 erweitert. 1927 wurde die Kirche erneut ausgemalt von dem Maler Giuseppe De Giorgi aus Anzasca. Gleichzeitig wurde die Fassade beendet und die Lourdesgrotte in dem zuvor als Baptisterium genutzten Bereich gebaut.
Die Pfarrkirche von Anzino ist auch Wallfahrtsstätte des hl. Antonius von Padua, der von der Heiligen Ritenkongregation mit Dekret vom 13. Mai 1908 als Schutzpatron des Dorfes betätigt wurde. Die Verehrung des Heiligen, die sicher schon in den Herzen der Bewohner Anzinos vorhanden war, entwickelte sich besonders ab dem 17. Jh. Viele Bewohner Anzinos zogen im Laufe der Jahrhunderte nach Rom und bereicherten das Dorf durch ihren gut laufenden Weinhandel in der ewigen Stadt. Im Jahr 1669 gaben einige von ihnen einem römischen Maler, der traditionsgemäß für die alte Adelsfamilie Borghese arbeitete, ein Gemälde in Auftrag. Dargestellt ist einem Rahmen aus Tafeln mit den verschiedenen vom hl. Antonius vollbrachten Wunder, die Vision des Heiligen vom Jesuskind in seinem Schlafzimmer. Das Bild wurde nach Anzino gebracht und in der ehemaligen Kapelle S. Giovanni Battista (von der ein Gemälde zeugt, das noch in derselben Kapelle hängt) angeordnet. Später wurde ein wunderschöner Barockaltar gebaut, in dem sich noch heute das Altarbild des hl. Antonius befindet. Die Wallfahrtskirche Anzino wurde sofort zum Ziel von Pilgern aus den umliegenden Tälern, vom Lago Maggiore, vom Lago d'Orta und aus dem ganzen Gebiet um Novara.
Der Überlieferung nach musste das Gemälde mehrere Gefahren auf der Reise von Rom überwinden, wobei die Leinwand mehrere Male vollkommen weiß wurde, als sei sie nie bemalt gewesen. Am glücklichen Ende der Reise erreichte das Gemälde das Dorf Anzino im Monat Januar. Der Legende zufolge erblühten Lilien bei der Ankunft des Bildes auf den schneebedeckten Wiesen. Tatsächlich wir auch heute noch jedes Jahr am Sonntag der letzten Januarwoche ein traditionelles Fest in Anzino gefeiert. Der hl. Antonius wird feierlich am 13. Juni jeden Jahres verehrt; am Sonntag darauf werden die Heiligen Bernhard und Antonius aus Padua gefeiert.

GEÖFFNET ZU DEN GOTTESDIENSTEN:
Sonn- und Feiertags Gottesdienst um 9.45 Uhr.
Info: WIKIPEDIA

Typology
Santuario
Topic
Berge